Referendariat

Das Referendariat schließt in der Regel an das erste Staatsexamen an. Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Termine zur Anmeldung für das Referendariat.

Grundsätzlich gliedert sich das Referendariat in vier verschiedene Stationen, die je nach Bundesland eine unterschiedlich lange Dauer haben.

Zu Beginn steht meist die Zivilstation. Diese wird bei einem Zivilrichter absolviert.

Anschließend folgt die strafrechtliche Station. Diese findet in aller Regel bei der Staatsanwaltschaft statt, in Ausnahmefällen auch beim ordentlichen Gericht für Strafsachen. Hier hat der Referendar die größte Verantwortung, da er nach kurzer Zeit bereits selbst den Staatsanwalt vertreten kann.

Nach der Staatsanwaltschaft schließt sich die Verwaltungsstation an. Diese kann sowohl in einer Behörde, bei einem Verwaltungsgericht oder an der verwaltungsrechtlichen Hochschule Speyer durchgeführt werden.

Als vierte Station folgt die Anwaltsstation, welche in einer Kanzlei absolviert wird. Diese ist mit Abstand die längste Station während des Referendariats.

Die letzte Station ist die Wahlstation. Hier kann der Referendar einen Rechtsbereich auswählen, in dem er die Station ablegen möchte. Diese kann auch im Ausland absolviert werden.

Das zweite Staatsexamen gliedert sich wie auch das erste Staatsexamen in einen schriftlichen Teil, der meist aus acht fünfstündigen Klausuren besteht und eine mündliche Prüfung, die sich wiederum in einen Aktenvortrag und ein Prüfungsgespräch aufteilt.

Viele weiteren Informationen zum Referendariat.